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Masterkurs Reformpolitik

(15343)

TypSeminar
Dozent/inSabine Kropp
SpracheDeutsch
Beginn19.04.2022 | 10:00
Zeit

Dienstag, 10-12 Uhr 

Die Stabilität politischer Systeme setzt eine fortlaufende Anpassung von Institutionen und materiellen Politiken voraus. Reformpolitik ist somit eine ständige Begleiterscheinung westlicher Demokratien. Dennoch sind Klagen über einen „Reformstau“ – gerade in Deutschland – in der wissenschaftlichen Debatte verbreitet und fest in der öffentlichen Wahrnehmung verankert. Die vergangenen Krisen haben einen Nachholbedarf an Veränderungen in etlichen Politikfeldern und bei der Ausgestaltung des institutionellen Gefüges verdeutlicht.

Im Seminar erörtern wir in einem ersten Teil Theorien des graduellen institutionellen Wandels, der Pfadabhängigkeit, des Policy-Wandels, der Politikakkumulation bzw. bürokratietheoretische Ansätze, die Aufschluss geben über die Möglichkeit und Reichweite von Reformen unter bestimmten institutionellen Bedingungen. Im zweiten Teil untersuchen wir einzelne konkrete Policies: Warum stockt der Ausbau der Windkraft? Wieso lässt sich die Berliner Verwaltung so schwer reformieren? Welche Gründe zeichnen verantwortlich dafür, dass der Ausbau der Digitalisierung so schleppend vorankommt? Unter welchen Bedingungen kann die erneut diskutierte Staatsreform gelingen, und welche Erkenntnisse ziehen wir aus den Reformschritten der vergangenen Jahre?

Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant. Der theoretische Teil soll auf der Grundlage gemeinsamer Textlektüre und Diskussionen stattfinden, für den zweiten Teil werden zu Beginn des Seminars Arbeitsgruppen gebildet, die zu den einzelnen Politikfeldern recherchieren und arbeitsteilig Beiträge zur Vorbereitung des gesamten Kurses erarbeiten sollen.

SFB 700
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